Simone Ehrhardt | |
| Wie man eine/n Autor/in unterstützen kann | |
| Es
gibt sie - die lieben und wohlmeinenden Menschen, die in ihrer
Verwandt- oder Bekanntschaft jemanden haben, der Bücher schreibt und
veröffentlicht und noch keine Millionen damit verdient. Die
Wahrscheinlichkeit, dass diese/r Autor/in ein bisschen Unterstützung
brauchen kann, liegt bei 99,9999999 Prozent, also machen sich diese
netten Menschen Gedanken, wie sich das bewerkstelligen ließe. Die
Autorin Eileen Flanagan hat sich ein paar wirklich gute Punkte überlegt
und weitergegeben, und weil sie universell sind, habe ich sie
übersetzt und hier veröffentlicht. P.S.: Eileen weiß davon. 1. Kaufe das Buch deines Freundes. Wenn es dir möglich ist, kaufe es für jeden in deiner Familie. Wenn das finanziell nicht machbar ist, wende dich an deine örtliche Bücherei und bestelle es zum Ausleihen. Es ist sogar eine prima Idee, auf jeden Fall in deiner Stadtbibliothek nachzufragen, ganz egal, ob du dir das Buch selbst leisten kannst oder nicht. 2. Warte nicht bis Weihnachten oder Hanukkah, bis du dir das Buch besorgst. Wie sich das Buch in den ersten Wochen verkauft, ist entscheidend dafür, ob es weiterhin im Buchladen angeboten oder ob es zurückgeschickt und eingestampft wird (zusammen mit dem Selbstbewusstsein deines Freundes). Kaufe es am besten, sobald es veröffentlicht wird, oder noch besser: Bestelle es vor, denn das wirft ein gutes Licht auf deinen Freund und gibt dem Verleger Anlass zur Freude über die Erfolgsaussichten des Buches. Ein freudiger Verleger investiert mehr ins Marketing, und ein Buchladen, der viele Vorbestellungen bekommt, ist viel eher geneigt, das Buch zu führen. 3. Freunde fragen oft, wo sie das Buch kaufen sollen. Das ist eine verzwickte Frage. Auf lange Sicht ist es im Interesse aller Autoren (und übrigens auch der Leser), wenn die kleinen und unabhängigen Buchhandlungen unterstützt werden. Andererseits könnte es für einen Autoren besser sein, wenn das frisch veröffentlichte Buch bei den großen Ketten gekauft wird, um dort Aufmerksamkeit zu erregen. Ebenso kann eine hohe Platzierung beim amazon-Verkaufsranking eine positive Auswirkung haben. Wenn die Website deines Freundes einen direkten Link zu amazon aufweist, nimmt er vermutlich am Partnerprogramm teil und bekommt einen Anteil des Verkaufspreises, wenn direkt über diesen Link gekauft wird. 4. Wenn dir das Buch deines Freundes wirklich gefällt, schreibe eine Rezension bei amazon oder einer anderen Online-Buchhandlung, sprich darüber auf Facebook und Twitter (oder wo auch immer du dich im Internet tummelst) und empfiehl es in deinem Literaturkreis. 5. Wenn dein Freund Science-Fiction-Romane schreibt, du selbst aber eher Rosamunde Pilcher magst, sag etwas Nettes, z.B.: „Ich finde es toll, dass du deine Träume verwirklichst und so erfolgreich bist“ und verzichte auf eine Rezension. 6. Wenn dein Freund ein guter öffentlicher Redner ist oder Lesungen macht, empfiehl ihn in deiner Kirche, Synagoge, Moschee, deinem Ashram, Kindergarten, Rotary Club usw. Wenn du weit weg wohnst, kommt dein Freund bei so einer Gelegenheit vielleicht sogar zu Besuch und kann die Reise von der Steuer absetzen. 7. Wenn du eine Website oder einen Weblog hast, setze einen Link zur Website deines Freundes darauf. Je mehr Leute sich mit ihm verlinken, desto weiter oben wird er in den Suchmaschinen platziert, was anderen Leuten, die ihn noch nicht kennen, hilft, seine Bücher zu finden. Besonders nützlich ist es, nicht einfach nur zu schreiben „Mein Freund“, sondern bestimmte Stichwörter einzusetzen, die dein Freund auch benutzt, um seine Leser zu erreichen. 8. Wenn dein Freund noch keinen Wikipedia-Eintrag hat, schreibe einen, mit einem Link zu seiner wichtigsten Website. Autoren können sich kaum selbst auf Wikipedia anpreisen, ohne sich in einem Interessenkonflikt zu fühlen und dafür zu schämen. Aber es gibt nichts Schöneres für einen Autoren, als bei einer Abfrage über eine Suchmaschine plötzlich einen Verweis zu seinem Namen bei Wikipedia zu finden. Das ist so ähnlich, wie ein unerwartetets Geschenk von einem geheimen Geber zu bekommen. 9. Frag deinen Freund nicht, ob er schon versucht hat, in eine dieser Literatursendungen im Fernsehen zu kommen. Glaube mir – er hat garantiert schon darüber nachgedacht. 10. Wenn du betest, dann weiter so. Es kann auch nicht schaden, dafür zu beten, dass dein Freund ins Fernsehen kommt. Quelle: http://www.eileenflanagan.com/blog/ | |